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Im politischen Sachbuch ist Timing wichtig, insofern aktuelle Geschehnisse, Themen und Debatten verhandelt werden. Thematische und zeitliche Relevanz sollten konvergieren. Die Texte dieses Genres lassen sich dennoch weniger am Nachrichtenwert messen, sondern eher an ihrer Leistung, aktuelle Nachrichten und gegenwärtige Ereignisse in historisch-politische Kontexte einzuordnen. Aus Verlagssicht ausgedrückt: Angesichts des dauernden Nachrichten-Geprassels liegt die Chance des politischen Sachbuchs in der Interpretation und nicht in der Repräsentation der Gegenwart. Unser Selbstanspruch sollte lauten, die relevanten Themenstränge, Problemstellungen und kompetenten Autor*innen zu finden, um mit unseren Büchern einen gehaltvollen Beitrag zur politischen Meinungs- und Willensbildung zu leisten.

 

Unsere Neuerscheinungen mit klaren Perspektiven fürs Heute und Morgen

Ich bin daher dankbar, dass wir mit der Deutschen Nationalstiftung und ihrem Vorstandsvorsitzenden Thomas Mirow einen Partner gefunden haben, mit dem wir diesen Anspruch einlösen können. Im nunmehr vierten Jahr verlegen wir eine Buchreihe, die gemäß dem Titel Berichte zur Lage der Nation jährlich eine Bestandsaufnahme der drängenden Themen unserer Zeit vornimmt.

Weil reale Probleme wirksam gelöst werden müssen

Dieses Jahr widmet sich unser dieser Tage erscheinende Band der gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Situation in Deutschland. Und der Titel intoniert den Inhalt: »Kraftakt: Warum wir uns neu bewähren müssen«. Wie die Vorgängerbände, die sich mit gesellschaftlichem Zusammenhalt, dem Zustand unserer Demokratie und der Zukunft Europas befassten, beleuchtet auch der neue Band in multiperspektivischer und interdisziplinärer Manier die wichtigsten gesellschaftspolitischen Herausforderungen unseres Landes. Die acht Beiträge renommierter Autor*innen analysieren, ordnen ein, benennen Herausforderungen, suchen nach Antworten und setzen Impulse für die Zukunft.

Das Ende der Blackbox: Zukunftsforschung mit Megatrend Research

Stichwort Zukunft. Eine Denkform, die sich mit dieser naheliegenden Unbekannten wissenschaftlich und anwendungsorientiert beschäftigt, ist die Zukunftsforschung. An der Spitze ihrer Themenagenda stehen seit Jahrzehnten die sogenannten Megatrends. Unsere Autoren Harry Gatterer und Stefan Tewes titulieren ihre aktuelle Publikation daher auch als »Megatrend Research. Die besten Werkzeuge und Methoden, selbst die Zukunft zu gestalten.« Das Buch bildet den Auftakt zu einer fünfbändigen Bibliothek der Zukunftswerkzeuge.

Ihre These: »Es existiert keine einfache Lösung, wenn es um die Gestaltung der Zukunft geht.«

Linear-kausale Modell bilden die Komplexität der Welt nicht mehr ab. Deshalb braucht es einen systemischen Ansatz, der die Zukunfts- und Trendforschung auf empirisch-evidenzbasierte Beine stellt. Genau diesen Ansatz liefern Gatterer und Tewes in ihrem neuen Buch und geben dem Individuum im Zukunftsgetöse wieder die Chance, die eigenen Handlungsspielräume zu erkennen.

Bücher als Wagnis? Buchreihe versus (soziale) Medien

Heute, in der VUCA-Welt und einer Multioptionsgesellschaft, eine Bibliothek oder eine Buchreihe zum Verständnis von Gegenwart und Zukunft verlegen? Ist das nicht antiquiert? Nein. Beide Reihen setzen publizistische Kontrapunkte. Im Vergleich zu der fluiden Geschwindigkeit der Social-Media-Plattformen verfolgen diese Publikationsformen durch ihren Reihencharakter einen vielleicht unzeitgemäß wirkenden synthetischen Ansatz, um die Zeit, in der wir leben, zu verstehen. Sie stellen damit in der scheinbaren Unverständlichkeit der Zeitläufte eine Offerte an uns als Leser*innen da: es könnte sich lohnen, von der aktualistischen Dominanz der (sozialen) Medien und ihrem aufdringlichen Präsentismus zu abstrahieren, sich lesend zu distanzieren, um neue Überblicke, Einblicke und Ausblicke zu riskieren. Bücher als Wagnisse. Wer hätte das gedacht? Machen wir uns lesend auf den Weg.

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