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Am Anfang dieses neuen Jahres lesen und hören wir viel von Vorsätzen für das neue Jahr. Aufräumen, mit Altem abschließen, und vor allem: Neu anfangen. Mit neuen Vorsätzen wollen wir unsere Einstellungen und Handlungen verbessern, im Beruflichen wie auch im Privaten. Das wollten wir letztes Jahr auch schon. Vorletztes Jahr auch und im vorvorletzten Jahr hätten wir auch schon wissen können, dass wir am Anfang des nächsten Jahres (und wahrscheinlich auch des überübernächsten) dasselbe wie in den Jahren zuvor hören. Und wir schreiben auch immer dieselben Wünsche auf die Weihnachts- und Neujahrsgrüße. Wie oft haben wir in den diesjährigen Grußkarten erneut das Wort „Start“ (gut und gesund, erholt und erfolgreich und so weiter) bemüht, meinten es ehrlich und haben uns selbst dabei miteingeschlossen. Vermutlich so oft, dass die Wiederholungen die gewünschte entzündende Wirkung neutralisiert haben.

Mehr Sport, Dry January und endlich mal mehr Zeit zum Lesen oder für die Kinder: Der Zeitstrahl der Jahresverläufe rundet sich zu einem immer wiederkehrenden Zirkel.

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Neujahrsvorsätze – eine verlässliche Größe?

Man könnte dieses Phänomen auch als verlässliche Größe werten, auf die man sich hundertprozentig Jahr für Jahr verlassen kann. Vorsicht an der Bahnsteigkante, der Neujahrszug fährt ein! Denn, ohne dass wir es beabsichtigen, gehen wir beharrlich Jahr für Jahr dasselbe Risiko ein, nämlich die neuen Vorsätze nicht einzuhalten. Das ist aber nicht so schlimm, denn das war voriges Jahr auch schon so und wird nächstes Jahr und vermutlich auch übernächstes Jahr wieder so sein.

Was können wir gegen diesen unliebsamen Neutralisierungs- und Eintrübungseffekt am Anfang des neuen Jahres tun? Vielleicht einen neuen Blick auf Routinen und Wiederholungen werfen. Kann man Wiederholungen nicht auch etwas Gutes abgewinnen? Zirkusartisten, Solokünstler, Spitzensportler trainieren doch dauernd und wiederholend dieselben Übungen. Scheitern zunächst, treten dann aber im x-ten Anlauf den Freistoß aber doch genau in den Knick.

Ich frage unseren Autor, ehemaligen Fußballprofi Trainingsexperten Joachim Pawlik: Gelten nicht aus der Perspektive eines Trainers Wiederholungen als ein Erfolgsfaktor für dauerhaften Erfolg? Egal ob im Spitzensport, in der Kunst oder in einem von Normalität und Routinen geprägten Berufsleben.

Ganz so einfach ist es nicht, so Joachim Pawlik in seinem Buch »Zirkeltraining für die Karriere«: „Für eine stetige Leistungssteigerung müssen wir über die Routine hinausgehen und Grenzen überschreiten“.

Zirkeltraining für die Verlagsbrache

In der Verlags- und Buchbranche benötigen wir auch dieses Jahr, wie schon letztes und vorletztes und vermutlich auch nächstes und übernächstes Jahr, eine ordentliche Portion Quantität und Qualität im Zirkeltraining, damit uns grenzüberschreitende Neuanfänge gelingen. Das Entwickeln, Verlegen und Vermarkten des beharrlichen, verlässlichen und geliebten Kulturguts Buch wollen wir grenzüberschreitend gestalten. Das jedenfalls ist unser Vorsatz bei Murmann Publishers. Um das zu erreichen, wollen wir traditionelle Grenzen unserer Buchbranche und eigene Grenzen als Firma überschreiten.

Also doch ein Vorsatz, ein Ziel, ein Plan zum Jahresbeginn? Ja, unbedingt, wie jedes Jahr. Allerdings sind wir uns dieses Jahr klar darüber, dass dieser Vorsatz ein Plan ist, für den gilt: „Wir machen Pläne, um aus der Abweichung zu lernen“. (Zirkeltraining für die Karriere, Seite 8).

Nächstes Jahr – und vermutlich auch übernächstes und überübernächstes Jahr – werde ich dann gefährdet sein, mir statt Vorsätzen die Abweichungen von diesen vorzunehmen. Um es mit den Worten unseres Autors Joachim Pawlik zu halten: „Haben Sie nicht den Anspruch, jemals fertig zu werden.«

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