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Die To-do-Liste wird immer länger, der Chef schickt ununterbrochen neue Aufgaben und die Kollegen laden auch noch ihre Aufgaben ab – solche stressigen Situationen erlebt wohl jeder. Aber wie können wir ihnen am besten begegnen? Jeder Berufstätige muss natürlich seine eigene Strategie für die Stressbewältigung finden, aber oft lohnt es sich, Inspiration und Karriere-Tipps von Profis einzuholen. Daher haben wir unsere Business-Experten mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten gefragt:

„Was machen Sie in Stresssituationen, um Ruhe zu bewahren?“

Die Antworten unserer Experten reichen vom Vergegenwärtigen erfolgreicher Stressbewältigung über Sport bis zum Einlegen des Schongangs.

Dietmar Dahmen, Zukunftsexperte und Autor von „Transformation. BAMM!

RUHE BEWAHREN IST FALSCH. Ein gesundes Maß an Panik ist viel besser!

Tanja Köhler, Psychologin und Coach, Autorin von „Das Jahr, als ich anfing, Dudelsack zu spielen

In Zeiten, in denen viele Aufgaben scheinbar gleichzeitig zu erledigen sind, fertige ich immer abends eine Liste meiner Aufgaben für den nächsten Tag an. Am Wochenende mache ich das gleiche dann mit Blick auf die vor mir liegende Woche. Was erledigt ist, bekommt einen schönen grünen Haken. So behalte ich zum einen den Überblick und zum anderen kann ich dann auch stolz auf das Erledigte sein, da ich es schwarz auf weiß habe. Wenn es dann doch mal zu viel werden sollte, dann signalisiert mir mein Körper das. Und zwar ziemlich deutlich. Dann wird’s mir schwindelig. Wenn ich Schwindel verspüre, dann lasse ich SOFORT meine Arbeit ruhen und gönne mir eine lange Auszeit in meinem Garten oder bei schlechtem Wetter in meinem gemütlichen Relaxsessel.

Anja Förster und Peter Kreuz, Management-Experten und Autoren von „Zündstoff für Andersdenker

Anja Förster: Sport hilft mir, gelassener zu bleiben, auch wenn es mal stressig wird. Ich mache jeden Tag Sport. Ich gehe laufen, mache Yoga und in der wärmeren Jahreszeit bin ich gern mit dem Kajak und dem Segelboot auf dem See unterwegs.

Peter Kreuz: Mir geht es ebenso. Ich bin Mountainbiker, einmal im Jahr fahre ich mit Freunden über die Alpen. Wenn ich nicht auf dem Fahrrad sitze, laufe ich, gehe ins Fitnessstudio oder segle mit Anja.

Stefan Kaduk, Managementberater und Co-Autor von „MusterbrecherX

Meine kontraintuitive Strategie ist, dass ich meinen ohnehin schon anständigen Espressokonsum erhöhe. Wahrscheinlich gibt es klügere Ansätze. Davon abgesehen versuche ich, irgendetwas Analoges zu tun, beispielsweise in Ruhe eine gedruckte Zeitung zu lesen, obwohl genau dafür im Grunde keine Zeit zu sein scheint.

Harry Gatterer, Zukunftsforscher und Autor von „Future Room

Ich erinnere mich an Lothar Seiwerts Buch, das ich nie gelesen habe: Wenn du es eilig hast, gehe langsam. Tatsächlich meide ich, im Stress hektisch zu werden und verlangsame mein Denken. Oder, wenn es angebracht ist, schalte ich für kurze Phasen in eine Art Hyperaktivität. Aber auch diese dann bewusst und sozusagen kontrolliert.

Martin Gaedt, Ideenrocker, Autor von „Rock your Idea

Wenn Stress droht, denke ich an die 24 Stunden, in denen ich vier Vorträge in drei Städten gehalten habe, alles glatt lief und 500 Menschen begeistert waren. Es geht. Ich denke auch daran, dass ALLES möglich ist, denn historisch ist das größte Wunder bereits passiert: Die Mauer in Deutschland ist weg. Was sollte also nicht gehen?