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Die Wirtschaft in Deutschland wächst, die Beschäftigung ist auf einem Rekordniveau. Soweit die gute Nachricht, jedoch können zahlreiche Stelle nicht passend besetzt werden. Fachkräftemangel lautet hier das Schlagwort. Doch häufig mangelt es gar nicht an den passenden Arbeitskräften, sondern an der Kreativität der Unternehmen, die passenden Bewerber anzusprechen. Gemeinsam mit Buchautor und Innovationsvordenker Martin Gaedt präsentieren wir fünf hilfreiche Tipps und Tricks, wie Sie Ihr Recruiting kreativer und erfolgreicher gestalten können.

Recruiting Trend 1: Unternehmen bekannter und attraktiver machen

In Deutschland gibt es über drei Millionen Unternehmen, die wenigsten von ihnen sind als Marke bundesweit bekannt. Wie also sollen Bewerber wissen, dass es das spezifische Unternehmen gibt und welche Vorteile es bietet? Beantworten Sie die zentralen Fragen potenzieller Bewerber, rät Martin Gaedt, Autor von „Rock your Idea“: „Erfolgreiche Unternehmen geben bessere Antworten auf die Frage, warum man dort anfangen sollte.“ Fragen Sie sich also: Was kann Ihr Unternehmen besser als andere, was ist das Alleinstellungsmerkmal? Arbeiten Sie das heraus und kommunizieren Sie es – von der Stellenanzeige bis in Ihre Social-Media-Kanäle.

Recruiting Trend 2: Produkt-Denke für Bewerbungen

Viele Unternehmen haben für ihre Produkte und Dienstleistungen umfangreiche Marketingkampagnen, nicht aber für ihre Bewerbungsvorgänge. Dabei wollen auch gute Bewerber gern aktiv angesprochen werden. „Behandeln Sie Bewerber so wie Kunden!“ rät daher Martin Gaedt. Das bedeutet: Sie müssen Ihre Zielgruppe kennen. Nicht jedes Unternehmen muss beispielsweise eine Stellenanzeige in einer Zeitung schalten. Sucht man junge Bewerber oder Berufseinsteiger, ist eine gut Karriere-Website des Unternehmens, eine Stellenveröffentlichung in einer Jobbörse im Internet oder in einem beruflichen Netzwerk wie XING oder LinkedIn vielversprechender. Immerhin nutzen Berufseinsteiger diese Wege am häufigsten, um sich mit den Themen Job, Karriere, Arbeitgeber und Bewerbung zu beschäftigen – so geht es aus der Studie des GenY-Barometers hervor. Vertrauen Sie hier, so rät die Studie, auch auf die Medienkompetenzen Ihrer Zielgruppe – und fragen Sie im Zweifel Ihre aktuellen Mitarbeiter, wie sie den Job bei Ihnen gefunden haben. Und lassen Sie dann Bewerber nicht zu lange auf eine Antwort warten, das zeigt wenig Wertschätzung.

Recruiting Trend 3: Von Best-Practice-Beispielen lernen

„Fachkräftemangel ist vor allem Ideenmangel“, findet Martin Gaedt. Für ihn ist der Ideenmangel das Hauptproblem beim Recruiting. Gehen Sie daher auch mal unkonventionelle Wege, um mögliche Mitarbeiter anzusprechen. Als Best-Practice-Beispiel nennt Martin Gaedt ein Unternehmen, welches einen guten und ehrlichen Buchhalter suchte und diesen fand, „indem sie bei allen Überweisungen drei Cent zu viel überwiesen haben. Buchhalter, die deshalb angerufen haben, haben ein Jobangebot bekommen.“ Ein weiterer Vorschlag Gaedts ist, auch die Kunden in die Mitarbeitersuche einzubeziehen. So könne man beispielsweise im Falle eines Bäckers all den Kunden ein Jahr Brot und Kuchen schenken, die erfolgreich eine Fachkraft empfohlen haben.

Recruiting Trend 4: Netzwerke nutzen und Mitarbeiter pflegen

Immer noch werden die meisten Stelle über Netzwerke und Mitarbeiterempfehlungen besetzt, so der Innovationsvordenker Martin Gaedt. Arbeiten Ihre Mitarbeiter gerne bei Ihnen, spricht sich das herum und Sie können so neue Fachkräfte für sich gewinnen. Also kümmern Sie sich um Ihre Angestellten, fragen Sie sie wie ihr Arbeitsplatz noch attraktiver gemacht werden kann und reagieren Sie flexibel auf die Wünsche. Liefern Sie den Bewerbern gute Gründe, sich bei Ihnen zu bewerben.

Recruiting Trend 5: Flexibel sein und denken

Ein höherer Bonus, Dienstwagen oder doch lieber Zuschuss zum Mittagessen – was ist das richtige Angebot, um bestehende Mitarbeiter glücklich zu machen und neue Bewerber zu locken? „Fragen Sie einfach“, rät Buchautor Matin Gaedt. Arbeiten viele junge Eltern bei Ihnen? Bieten Sie ihnen an, bei der Suche nach einem Kindergartenplatz zu helfen. Wollen Sie eine Vollzeitstelle besetzen haben aber zwei tolle Bewerber die nur eine Halbtagsstelle wollen? Schlagen Sie Jobsharing vor. Das erfordert Flexibilität. Aber die Bedürfnisse, so Gaedt, sind in jeder Lebensphase anders und die Menschen brauchen entsprechend unterschiedlich Unterstützung – das gilt gleichermaßen für Mitarbeiter wie für Bewerber. Immerhin gäbe es „sieben Milliarden Möglichkeiten für sieben Milliarden Menschen“ den Arbeitsplatz attraktiver zu machen.

Tipps von Martin Gaedt für Ideenfitness

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