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Einschlägige Karriereplattformen wie XING oder LinkedIn, aber auch oft eher privat genutzte Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter sind eine gute Möglichkeit zum Online-Netzwerken – zumindest in der Theorie. Doch genau wie offline lauern auch online kleinere und größere Fallstricke beim Networking: Mal ist es der fehlende Mut, das Gegenüber anzuschreiben, mal fällt es schwer, den Kontakt aufrechtzuerhalten. Wir geben eine Übersicht, auf was es beim Online-Netzwerken ankommt und wie erfolgreiches Networking aussehen kann.

Erfolgreiches Networking braucht ein aussagekräftiges Profil

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Das gilt beim Dating wie beim Netzwerken, egal ob offline oder online. Das Profil sollte entsprechend aussagekräftig sein und die W-Fragen beantworten: Wer sind Sie? Was machen Sie? Wieso suchen Sie?  Die meisten Online-Plattformen fragen diese Bereiche standardmäßig ab, erfassen etwa Namen, Arbeitgeber und Interessen. Diese sollten aber auch aktuell sein und keine falschen Angaben beinhalten. Ihr Ziel sollte eine ehrliche, aber spannende Selbstinszenierung sein.

Die Kontaktaufnahme sollte klar formuliert sein

Wenn Ihr Profil soweit startklar ist und Sie Ihr Netzwerk ausbauen wollen, überlegen Sie genau, wen Sie warum kontaktieren. Was hat Ihr Gegenüber von der Vernetzung, was erhoffen Sie sich davon? Geht es Ihnen um einen thematischen Austausch oder finden Sie das Unternehmen spannend und versuchen durch eine Vernetzung, einen Fuß in die Tür zu bekommen? Das kann man als Anfragender – durchaus nett – formulieren. Noch sinnvoller ist es natürlich, an bestehende Themen anzuknüpfen, etwa einen Beitrag im Netzwerk, den Sie kommentiert haben. Durch solch einen persönlichen Bezug wirkt Ihre Anfrage weniger willkürlich.

Offline- und Onlinewelt lassen sich beim Networking verbinden

Für erfolgreiches Networking muss der erste Schritt nicht zwingend online gemacht werden, sondern kann auch offline erfolgt sein – etwa, indem Sie in ein interessantes Gespräch bei einer Konferenz verwickelt waren oder eine inspirierende Keynote des Gegenübers gehört haben und nun in einer Direktnachricht darauf verweisen. Vielleicht haben Sie auch ein Buch Ihres Gegenübers gelesen und haben nun Rückfragen oder wollen lobende Worte loswerden. Jedenfalls sorgen Sie mit solchen Bezügen für eine persönliche Note, mit der sich oft leichter Kontakt herstellen lässt. Andersrum gilt natürlich: Sie können sich nach erfolgtem und erfolgreichem Online-Netzwerken zu einem persönlichen Treffen auf einer Konferenz verabreden.

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Erfolgreiches Networking gelingt im passenden Netzwerk

Auch wenn XING und LinkedIn den klaren Berufsbezug bieten – auch auf anderen Online-Plattformen ist erfolgreiches Networking möglich. Zu vielen Konferenzen gibt es etwa Twitter-Hashtags, die Sie verfolgen und sich an passender Stelle einklinken können. Wenn Sie selbst auf der Konferenz sind und der Person begegnen, können Sie auch gleich „Hallo“ sagen und ein Gesicht zum Tweet liefern. Idealerweise folgen Sie sich dann mit Ihren Profilen und tauschen sich auch zukünftig aus. Ähnliches ist auch bei Instagram oder Facebook möglich, indem Sie auf Stories antworten oder in Facebook-Gruppen diskutieren.

Kleine Geschenke erhalten das Netzwerk

Mit „Geschenk“ ist natürlich kein materielles, sondern das bevorzugte Online-Geschenk gemeint: ein Like oder gar ein Share. Dass Sie mit einem Beitrag interagieren, vielleicht sogar darüber diskutieren, ruft Sie dem Gegenüber ins Bewusstsein und ermöglicht – etwa nach einer längeren Pause des Austauschs – wieder einen Anknüpfungspunkt.

Beim Networking nichts erzwingen

Selbst wenn Sie sich interessant präsentieren, schlaue Kommentare unter Beiträge posten und sich auf einer Konferenz schon die Hand geschüttelt haben – vielleicht möchte das Gegenüber einfach nicht Teil Ihres Netzwerks sein. Gründe dafür können vielfältig sein: Er oder sie setzt bewusst auf ein klar umrissenes, ausgesuchtes Netzwerk an Online-Kontakten, gehört eher zu den inaktiven Usern oder hat schlicht kein Interesse an Ihnen – was Sie niemals persönlich auffassen sollten. Denn das gilt beim Dating wie beim Netzwerken: Erfolg lässt sich nicht erzwingen.