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Bewerbungsgespräche sind aufregend, gerade dann, wenn man als Praktikant oder Berufseinsteiger noch nicht so viel Routine hat. Viele Bewerbungsgespräche haben aber einen ähnlichen Ablauf. Dabei ist das Ziel des Gesprächs klar: Feststellen, ob der Bewerber zum Unternehmen und zur ausgeschriebenen Stelle passt. Dabei wird meist nicht nur der Lebenslauf abgefragt, sondern es kommt auf weitere – berufliche – Erfahrungen und Interessen an. Die genauen Fragen und Abläufe variieren dabei von Unternehmen zu Unternehmen. Meist gibt es auf die Fragen keine „richtigen“ Antworten – jeder Bewerber muss seinen individuellen Weg finden, sich im Bewerbungsgespräch gut zu verkaufen. Wir möchten dennoch einen Überblick geben, mit welchen Fragen gerade Praktikanten und Berufsanfänger rechnen sollten, da sie in vielen Bewerbungsgesprächen auftauchen.

Bewerbungsgespräch Frage 1: „Was haben Sie für Erfahrungen?“

Je nachdem, wie die Frage gestellt wird, bedeutet das: Geben Sie einen Abriss zu Ihrem Lebenslauf. Dabei sollten natürlich jene Themen hervorgehoben werden, die für die ausgeschriebene Stelle relevant sind. Die Mitarbeit in der Schülerzeitung ist bei einem Job in der Medienbranche erwähnenswerter als bei einer Bewerbung als Ingenieur. Gleichzeitig geht es aber nicht nur um Studium, Ausbildung und Praktika, sondern – falls relevant – auch um weitere gesammelte Erfahrungen, etwa ehrenamtlich oder durch Nebenjobs.

Bewerbungsgespräch Frage 2: „Warum bewerben Sie sich bei uns?“

Hinter dieser Frage steckt meist die Absicht zu erfahren, wie gut sich der Bewerber informiert hat. Gilt das Unternehmen etwa als Branchenführer oder haben Sie dort arbeitende Freunde, die die angenehme Arbeitskultur bestätigt haben? Stellt das Unternehmen etwas Besonderes her oder bietet eine neue Dienstleistung an, für die Sie sich interessieren? Zeigen Sie, dass Sie sich informiert haben und wissen, was das Unternehmen macht und wie Sie es hierbei bereichern können.

Bewerbungsgespräch Frage 3: „Und warum genau der Job XYZ in Abteilung ABC?“

„Irgendwas mit Medien“ oder „bei einem Autohersteller“ sind Schlagwörter, wenn man grob weiß, in welche Branche man möchte, aber noch nicht wirklich in welchen Bereich. Denn sowohl ein Autohersteller als auch ein Buchverlag haben eine Kommunikationsabteilung und einen Vertrieb, doch dies sind meist zwei völlig verschiedene Abteilungen mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten. Wieso entscheiden Sie sich also für Vertrieb und nicht Kommunikation, warum haben Sie sich nicht als Sales Manager sondern als Pressereferent beworben? Hier können Sie bei Ihrer Antwort verschiedene Aspekte bündeln: Ihre bisherigen Erfahrungen, die für die jeweilige Abteilung sprechen, Ihre inhaltlichen Vorstellungen der Position sowie Ihr persönliches Interesse.

Bewerbungsgespräch Frage 4: „Was möchten Sie lernen?“

Diese Frage kann tricky sein: Denn einerseits möchte man nicht den Eindruck erwecken, nichts zu können und nur dazulernen zu wollen, andererseits aber auch nicht von sich behaupten, bereits alles zu wissen. Gerade aber von Praktikanten und Berufseinsteigern wird erwartet, dass sie viel dazulernen müssen – und wollen. Deshalb kann man hier ruhig konkrete Aspekte nennen, in denen man sich verbessern will und geschickt einfließen lassen, dass man sich in der Branche auskennt, etwa: „Ich weiß, dass für Sie als Online-Magazin die Suchmaschinenoptimierung wichtig ist. Ich habe dort bereits Basiskenntnisse, möchte diese aber vertiefen und mich noch stärker einarbeiten.“

Bewerbungsgespräch Frage 5: „Haben Sie noch weitere Fragen?“

Im Normalfall ist diese Frage völlig ernst gemeint: Das ist der richtige Moment, um nach einem möglichen Starttermin des Jobs, der Vergütung, den Urlaubstagen, einem möglichen Fahrtkostenzuschuss und so weiter zu fragen. Je nachdem, wer im Bewerbungsgespräch gegenübersitzt, können auch fachspezifische Fragen gestellt werden: Mit welchen Tools wird gearbeitet, wie sieht der Workflow aus? Das wissen aber oft die Abteilungsleiter oder Mitarbeiter besser als ein CEO, der eher auf das große Ganze schaut.

Generell gilt bei Bewerbungsgesprächen: Sich gut auf die Fragen konzentrieren und falls man nicht versteht, um was es gehen soll, ruhig nachfragen! Wenn Sie also gefragt werden „Können Sie SEO?“ und die Abkürzung Ihnen nicht geläufig ist, bitten Sie um eine kurze Erklärung, was gemeint ist. Denn eine nichtssagende Antwort, nur weil man eine Frage nicht richtig verstanden hat, bringt keine der beiden Seiten weiter.