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Sobald Sie diese Worte lesen, sind Sie Teil von etwas Großem – von Big Data nämlich. Denn egal, ob Sie über Facebook, Twitter, Google oder einfach über unsere Startseite zu diesem Text gekommen sind, Sie haben Daten hinterlassen.
Das muss kein Grund zur Panik sein. Aber es macht deutlich, wie universell die Bedeutung von Daten mittlerweile ist und dass wir lernen müssen, damit umzugehen. Mit „wir“ ist sowohl die User-Perspektive als auch die der Arbeitnehmer (oder Selbstständigen) gemeint, denn egal, ob im Privatleben oder im Job: An Big Data kommen wir nicht mehr vorbei.

Um das Bewusstsein dafür zu schärfen, haben wir vier Fakten und Anregungen zum Thema Daten, Datenutzung und Big Data gesammelt:

So groß ist Wikipedia

Allein die deutschsprachige Wikipedia umfasst 2.040.020 enzyklopädische Artikel. Das ist … viel. Wie viel, zeigt eine zweite Zahl: 1.190 Bände würde eine ausgedruckte Fassung der deutschen Texte umfassen (bei diesen Maßen; alle Zahlen Stand 08.03.2017). Und auch diesen Fakt wollten wir Ihnen nicht vorenthalten: Der zweimillionste Artikel erschien zu Michenerit, ein – laut Wikipedia – „selten vorkommendes Mineral”.

AGB gelesen? Viele sagen nö.

AGB und Datenschutzerklärungen geben dem User die Möglichkeit, etwas über den Umgang mit unseren Daten zu erfahren. Aber werden diese oft recht umfangreichen Erklärungen wirklich gelesen? Das Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation hat das 2016 in einer europäischen Studie zum Thema Big Data hinterfragt. Ergebnis: 40 Prozent der europaweit Befragten akzeptieren AGB ungelesen oder nutzen Angebote, ohne die Datenschutzbestimmungen zu kennen. Unter den deutschen Umfrageteilnehmern handhaben das aber nur 23 Prozent so, die Niederländer (61 Prozent) und Briten (53 Prozent) sind da deutlich lesefauler.

Big Data in Deutschland

Und nun die große Frage: Wie steht’s mit deutschen Unternehmen und Big Data? Bitkom Research hat das im Auftrag von KPMG in einer repräsentativen Umfrage hinterfragt. Demnach treffen 80 Prozent der Unternehmen relevante Entscheidungen zunehmend auf Erkenntnissen, die auf der Analyse von Daten basieren. Aus der Umfrage geht auch hervor, dass 56 Prozent der Medienunternehmen und knapp die Hälfte (46 Prozent) der Versicherungen eine Big-Data-Strategie haben. In der Automobilindustrie seien es nur 34 Prozent.

Digitale Grundrechte – auch bei Daten

Dass unsere Gesetze der rasanten technologischen Entwicklung hinterherhinken, ist nicht nur deutschen Fans des Mashups bewusst. Auch in Sachen Datenschutz und Grundrechte gibt es Forderungen, diese den digitalen Entwicklungen anzupassen – prominent erhoben von Digital Charta oder dem Ex-Cheftechnologen bei Amazon, Andreas Weigend, in seinem Buch „Data for the People. Wie wir die Macht über unsere Daten zurückerobern“. Klar ist jedenfalls: Die Diskussionen zum Thema werden uns auch weiterhin begleiten.

Dieser Beitrag erschien in ähnlicher Weise zuerst auf der mittlerweile eingestellten Seite So. Digi. Pop..