Subscribe & Follow:

Wir im Murmann Verlag haben unsere persönlichen Favoriten für den Sommer zusammengestellt. Sie führen vom Kongo und Ruanda über die Sümpfe North Carolinas bis auf eine Rettungsinsel im Pazifik. Mit dabei: große historische Stoffe, bewegende Romane, kluge Essays und Bücher, die Orientierung geben.
Genießen Sie den Sommer mit einem guten Buch.

 

Lukas Becker, Chief Operating Officer, empfiehlt: 

»Angefangen, aber auch aufgrund der epochalen 783 Seiten noch lange nicht fertiggelesen: Kongo. Eine Geschichte. von David van Reybrouck. Der belgische Journalist und Historiker beschreibt in einer fesselnden Mischung aus Reportage, historischer Abhandlung, Reisebericht und Wirtschaftskrimi die Geschichte des Kongos von der brutalen Kolonialzeit über die Mobutu-Diktatur bis in die Gegenwart. Dabei macht er nicht den Fehler des Eurozentrismus, sondern lässt die Menschen aus dem Kongo selbst zu Wort kommen. Besser kann man ein historisch-politisches Sachbuch nicht machen.« Mehr lesen.

David Van Reybrouck: Kongo. Eine Geschichte. 783 Seiten. Suhrkamp. Berlin 2013/2025.

 

Johanna Drechsler, Referentin der Geschäftsführung empfiehlt:

»In den Sommerferien verreisen alle ins Ausland. Nur Ina bleibt zu Hause und erfindet eine Reise in den Süden, um nicht als Langweilerin dazustehen – doch dann entdeckt ein Klassenkamerad sie am Fenster Ihres Zuhauses und bringt ihren Sommer durcheinander. Marianne Kaurins Roman erzählt mit Leichtigkeit und Tiefe von Freundschaft, erster Liebe und der Erkenntnis, dass Abenteuer nicht weit weg sein müssen. Die Geschichte zeigt, dass es nicht darauf ankommt, wo man ist, sondern mit wem man die Zeit verbringt. Der Autorin gelingt es, schwere Themen wie Armut oder familiäre Probleme sensibel und kindgerecht einzubauen, ohne die sommerliche Atmosphäre zu verlieren. Ihr Stil ist warm, ehrlich und voller Hoffnung – perfekt für junge Leser:innen ab 11 Jahren. Ein Buch, das Mut macht und zeigt, dass man seinen eigenen „Süden“ überall finden kann.« Mehr lesen.

Marianne Kaurin: Irgendwo ist immer Süden. 240 Seiten. Woow Books. 2022.

 

Yannika Ebert, Projektmanagerin, empfiehlt:

»Ava liebt noch ist ein berührender Roman über Liebe, Verlust und den Mut, nach schweren Zeiten wieder nach vorne zu blicken. Besonders gefallen hat mir, wie einfühlsam Avas Gedanken und Gefühle beschrieben werden, sodass ihre Entwicklung für viele bestimmt sehr nachempfindbar ist. Die Geschichte ist emotional, spannend und regt zum Nachdenken an. Ich kann das Buch allen empfehlen, die gefühlvolle Geschichten mit authentischen Figuren und Tiefgang mögen. Ein für mich perfekter Sommerroman.« Mehr lesen.

Vera Zischke: Ava liebt noch. 320 Seiten. Ullstein. Berlin 2024. 

 

 

Peter Felixberger, Buch- und Medienentwickler, empfiehlt:

»„Wer zu sprechen wagt, ist weniger ohnmächtig.“ Die kleine biografische Entdeckungsreise von Daniela Dröscher zeigt, dass der Weg zur eigenen Sprach- und Sprechidentität weit sein mag, aber immer unmittelbar an der nächsten Ecke weitergeht. Sich trauen, frei zu sprechen, klingt einfach für die, die es können. Alle anderen sind on the road. Wie Sprache dorthin zu kommen helfen kann, hat wiederum good old Wittgenstein auf den Punkt gebracht: Sprache ist „ein Gewinkel von Gässchen und Plätzen, alten und neuen Häusern, und Häusern mit Zubauten aus verschiedenen Zeiten; und dies umgeben von einer Menge neuer Vororte mit geraden und regelmäßigen Straßen und mit einförmigen Häusern.“ Sich darin wohlwollend und unvoreingenommen zu begegnen, ist der Anfang jeden Sprechens. Ehrlich unentbehrlich!«. Mehr lesen.

Daniela Dröscher: Sprechen. 112 Seiten. Hanser. Berlin, München 2026.

 

 

Michel Kreuz, Herstellungsleiter, empfiehlt:

»Die ruandische Autorin Scholastique Mukasonga, 2021 mit dem Prix Simone de Beauvoir pour la liberté des femmes ausgezeichnet, erzählt ihre Kindheitserinnerungen aus dem Ruanda der 1960er Jahre. Zwischen Gärten, einfachen Häusern und Äckern, unbekümmertem Geplauder junger Mädchen, dem Gluckern der Biertröge und dem Stampfen im Mörser prallt die traditionelle Lebensweise auf unglaubliche Neuerungen aus Europa. Das Besondere dieses Buches ist die warme und humorvolle Erzählweise aus erster Hand, die ungefilterte und spannende Einblicke in den damaligen Alltag in Ruanda gibt. Der aufziehende Konflikt zwischen Hutus und Tutsi, der 1994 in einen grausamen Genozid endet, entwickelt sich drohend im Hintergrund. In erster Linie ist dieses außergewöhnliche Buch aber die Hommage an eine ruandische Mutter.« Mehr lesen.

Scholastique Mukasonga: Frau auf bloßen Füßen. Originalausgabe Editions Gallimard. Paris 2008.

 

Sven Murmann, Verleger, empfiehlt: 

»Der Roman spielt in den siebziger Jahren. Ein Liebespaar sucht in der Einsamkeit des offenen Meeres die totale Freiheit und Zweisamkeit, die nicht mehr gestört werden kann von spießigen Nachbarn und Berufskollegen. Ein eigenes Boot bauen und auf nach Neuseeland! Die Rückkehr steht in den Sternen. Sie lassen ihr britisches Zuhause zurück, um mit dieser Lebensverlagerung auf das offene Meer sich und das untrennbare Band zwischen ihnen stärker, unverbrüchlicher, ungestörter zu spüren. Dann kommt der Schiffbruch, alle Schoten reißen, das Band zwischen ihnen auch? Es beginnt eine 118tägige Tortur, ein Überlebenskampf auf dem Pazifik in einer Rettungsinsel mit einem kleinen Beiboot. Eine ergreifend nacherzählte wahre Geschichte über die Liebe und das Leben in einer eigentlich nicht zu bewältigenden Grenzerfahrung.«Mehr lesen.

Sophie Elmhirst: Maurice und Maralyn. 273 Seiten. Goldmann. München 2024

 

Annika Schmidtsdorff, Projektmanagerin, empfiehlt:

»Coming-of-Age, Liebesgeschichte und ein bisschen Krimi in einem: Delia Owens erzählt von Kya, einem Mädchen, das allein von etwa 1950 an in den Sümpfen North Carolinas aufwächst, einem ungeklärten Todesfall und einer Landschaft, die fast selbst zur Figur wird. Nicht jede Wendung überzeugt, aber bildstark und  mitreißend geschrieben. Gefesselt hat mich vor allem Kyas entschlossenen Kampf heraus aus der Spirale der patriarchalen Gewalt und Armut für ihre ganz eigne Unabhängigkeit und ein selbstbestimmtes Leben.« Mehr lesen.

Delia Owens: Der Gesang der Flusskrebse. 464 Seiten. Carl Hanser Verlag. München 2019.

 

Meike Zier, Prokuristin, empfiehlt:

»Und jetzt? – Der Survival-Guide fürs Leben nach der Schule ist ein verständlicher und praxisnaher Ratgeber für den Start ins Erwachsenenleben. Er umfasst Tipps zu Themen wie Ausbildung, Studium, Finanzen, Zusatzversicherungen, Auslandsjahr und Bewerbungen. Besonders positiv ist, dass die Inhalte verständlich erklärt und mit vielen Beispielen ergänzt werden. Ich habe das Buch meiner Tochter empfohlen, weil es viele wichtige Alltagsthemen kompakt erklärt und eine gute Orientierung nach der Schulzeit bietet.« Mehr lesen.

Johanna Jadwiczek: Und jetzt? Der Survival-Guide fürs Leben nach der Schule. 272 Seiten. Heyne. München 2026.

 

 

Sie mochten den Artikel? Dann folgen Sie uns doch LinkedIn und bleiben Sie über neue Themen auf dem Laufenden!

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Schließen