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Die Kulturtipps im Mai machen Lust auf Haar, führen ins kalifornische „Death Valley“ und feiern die Kraft der Kunst.

 

„Haar Macht Lust“, Kunsthalle München

Die Kunsthalle München bleibt ihrem Anspruch treu, Kunst für ein breites Publikum zugänglich zu machen – und landet mit der Ausstellung  „Haar Macht Lust“ einen ebenso klugen wie sinnlichen Treffer. Über einen Zeitraum von rund 3000 Jahren entfaltet sich hier die Kulturgeschichte des Haares als Spiegel von Macht, Identität und gesellschaftlichem Wandel. Internationale Leihgaben aus dem Prado, dem Louvre und dem Rijksmuseum treffen auf Münchner Sammlungen und eröffnen ein vielschichtiges Panorama. Von assyrischen Bärten als Machtsymbol über höfische Perücken des Barock bis hin zu den ikonischen Haarinszenierungen von Nietzsche und Beethoven zeigt die Ausstellung, wie eng Körperbild und Zeitgeist verwoben sind. Fotografien zu Körperbehaarung, Hypertrichose, nicht-binärer Identität, aber auch Haar als Zeichen politischen Protests erweitern den Blick auf vielfältige Haar-Perspektiven.

HAAR – MACHT – LUST
HAIR-STORIES OF POWER AND PASSION
Ausstellung bis zum 4. Oktober 2026

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
80333 München

 

Steven Uhly: „Death Valley“

Steven Uhly führt seine Leser in „Death Valley“ auf eine ebenso absurde wie verstörend aktuelle Reise durch ein politisch aufgeladenes Amerika nach Donald Trumps zweiter Wahl. Im Zentrum steht ein Ich-Erzähler, der den Namen des Autors trägt – ein literarisches Spiel mit Wirklichkeit und Fiktion, das typisch für Uhlys Erzählen ist. Ausgangspunkt ist der tödliche Unfall der Mutter im kalifornischen Death Valley. Doch aus der Reise zur Beerdigung wird schnell ein Wettlauf: Gemeinsam mit seinem ungeliebten Halbbruder Hans kämpft der Protagonist nicht nur um familiäres Erbe, sondern auch mit ideologischen Gegensätzen. Der Roadtrip führt durch Wüste und Las Vegas, vorbei an Trump-Anhängern, Esoterik und medialer Eskalation. „Death Valley“ ist ein temporeicher, schwarzhumoriger, aber auch widersprüchlicher Roman über Familie, Macht und Gegenwartspolitik, der ebenso unterhält wie irritiert und dabei überraschend tröstliche Töne anschlägt.

Steven Uhly
Death Valley
secsession Verlag, Berlin 202

 

Cornelia Funke: „Ayeshas Pinsel“

Mit Ayeshas Pinsel gelingt Cornelia Funke ein leises, eindringliches Plädoyer für die Kraft der Kunst in Zeiten des Krieges. Gemeinsam mit der Illustratorin Pauline Pete erzählt sie eine universelle Geschichte über Freundschaft, Verlust und Hoffnung. Im Mittelpunkt steht die junge Künstlerin Ayesha, deren farbenreiche Bilder von Liebe und Gemeinschaft erzählen. Als der Krieg in ihre Stadt kommt, flüchtet sie mit Freunden in einen düsteren Keller, wo ein Akt des Widerstands beginnt. Mit Farbe und Fantasie verwandelt Ayesha die grauen Wände in leuchtende Visionen – bis hin zu einem gemalten Fenster in eine bessere Welt. Die Illustrationen von Pauline Pete verstärken die Erzählung durch den Einsatz unterschiedlicher Techniken wie Gouache, Tusche und Bleistift. So entsteht ein poetisches Bilderbuch, das zeigt, dass Fantasie selbst im Angesicht des Schreckens bestehen kann.

Cornelia Funke (Text) /Pauline Pete (Illustration)
Ayeshas Pinsel
Kunstanstifter Verlag, Mannheim 2026

 

 

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