Entrepreneurship als Lebenskunst kann breit gefächert auftreten. Persönlichkeiten in unterschiedlichen Lebensbereichen gestalten ihr Leben mit unternehmerischer Gestaltungskraft und Kreativität. Nehmen wir wissenschaftliche Neugierde hinzu und schauen in die Welt der Medizin, so begegnen uns in diesem Metier vielseitig begabte, akademisch bestens ausgebildete und zugleich anwendungsorientiert und empathisch arbeitende Persönlichkeiten, die als Ärztinnen und Ärzte uns nicht als Kunden, sondern als Patienten empfangen.
Unser Autor Volker Steinkraus ist so eine Persönlichkeit. Sein Lebensweg beeindruckt in erster Linie durch die Kombination von Vielfalt und Exzellenz: Leistungssport, Banklehre, erst geisteswissenschaftliches, dann medizinisches Studium mündend in eine Habilitation an der Hautklinik der Universität Hamburg, die Steinkraus kommissarisch führte, bis er mit dem Dermatologikum eine der weltweit größten Einrichtungen für ambulante Dermatologie gründete. So wurde der habilitierte Mediziner und Arzt zum Unternehmer, eine Rolle, die er mit der Gründung einer Kosmetik-Linie später noch ausbauen und professionalisieren sollte.
Der Untertitel seines neuen Buches – 10 Maximen für eine schöne Haut und ein besseres Leben – intoniert, worum es unserem Autor in all seinen Wirkungskreisen in aller erster Linie geht: um unsere Gesundheit als Grundlage für ein schönes und ein gelingendes Leben. Die Haut ist unser größtes Organ und für ein gesundes Leben so zentral wie die Atmung oder das Herz. Neben der Behandlung von Erkrankungen hat sich Steinkraus intensiv mit Prävention beschäftigt.
In seinem Buch »HOW TO LOOK BETTER.« entwickelt er einen Verhaltenskodex, aber er tut dies nicht apodiktisch oder lehrerhaft, sondern gespickt und bereichert mit Ideen und Beschreibungen aus Philosophie und Kunst. Man könnte hier eher von einer Präventionskultur sprechen, die Steinkraus seinen Leserinnen und Lesern ans Herz legt. Hiervon künden die 10 Maximen, die weit mehr als Maßnahmen gegen unreine Haut oder dergleichen sind, sondern vielmehr ein ganzheitlicher Gesundheitskodex, mit dem wir uns selbst, unser persönliches Umfeld und die Gesellschaft entlasten können. Und die Schönheit? Für Steinkraus ist das gute Aussehen kein allgemeiner Standard, sondern eine subjektive Aufgabe, der sich jeder Mensch aufgrund seiner genetischen Disposition und seiner Lebensweise auf seine Art zu stellen hat, denn die Haut und unser Inneres korrespondieren wie Hülle und Kern.
Sie merken schon: Inhaltlich ist das Buch kein klassisches Management- oder Wirtschaftsbuch und sticht zwischen Management-Modellen, Leadership-Konzepten oder Innovations-Playbooks deutlich heraus. Zu einem Verlag, der Multiperspektivität lebt, gehört manchmal dann aber auch eine gewisse Portion Mut, die gewohnten Gewässer zu verlassen und – wie eingangs erwähnt – Entrepreneurship auch als Lebenskunst zu verstehen. Als Quelle von Faszination und Begeisterung für den Gegenstand der Unternehmung. In diesem Fall: Die Haut.
Fotocredit: Pixabay



